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24. Jan
Fre

Der Blog ist auf Eis. Für die Entwicklergemeinde geht’s weiter auf widemeadows.de.

Da ich nicht mehr sonderlich viel gebloggt habe, sieht es Foto- und Gedankentechnisch dort drüben etwas mau aus. Wisster Bescheid.

25. Jun
Fre

Jetzt verstehe ich langsam, wieso es heißt, man müsse sich mit den Leuten, die man fotografiert, auseinandersetzen – mit ihnen reden, sie kennenlernen: Mal abgesehen davon, dass man einen Eindruck von ihnen bekommt – Ich krieg’s gar nicht gebacken, jemanden stilvoll zu fotografieren, wenn es heißt “mach mal”, sondern nur dann, wenn ich mich selbst dabei wohlfühle. Und das klappt einfach ganz prinzipiell nur mit Leuten, die mir sympathisch sind und die mich faszinieren.
Spannende Erkenntnis, für mich jedenfalls.

5. Mrz
Fre

Letztens, ist vielleicht höchstens einen Monat her, habe ich meinen ersten Tri-X in die Kamera geworfen – ein Film, auf den ich schon länger gierig schiele. Voller neugewonnener Lebensfreude bin ich dann nach draußen gehüpft und habe angefangen, wie einst im Mai auf den Auslöser zu kloppen – bis dann nach Bild 8 dieses Knirschen kam. Soetwas hatte ich vorher auch noch nicht gehört, eine Art Knarzen und Kratzen, kombiniert mit einer Priese Zerren und Reißen, aber eben kein lautes BÄNG, wie man von einem Filmriss erwartet, wenn man noch keinen erlebt hat, sondern mehr so ein quälendes, langanhaltendes, nervenzerreißendes Jammern und Jaulen. Etliche Dinge gingen mir durch den Kopf – Film gerissen? Schlechtes Material? Transportspule/Zahnrad in der Kamera kaputt? Film zerschnitten? Was tun? Zurückspulen, im Wechselsack knacken, 20cm abschneiden und dann den Rest in eine neue Dose einfädeln? Woher nehme ich eine neue Dose?

Also Rückwärtsgang eingelegt, den Film zurückgespult und geflucht, als ich ihn dann aus der Kamera operieren wollte – wie es schien, hatte er sich derart verkantet, dass die Filmklappe kaum zu öffnen war.
Nachdem Tags darauf unter Zuhilfenahme eines anderen Filmes klar war, dass es nicht an der Kamera an sich lag, war ich erst einmal erleichtert.

Vor ein paar Tagen kam mir dann die zündende Idee: Kaufste dir nen Filmpicker, holste den Filmanfang wieder aus der Dose, schmeißte den Film nochmal rein, machste 8 schwarze Bilder und dann eben einfach weiter. Abgesehen davon, dass ich bisher weder einen Filmpicker gesehen, geschweige denn genutzt habe – geschweige denn wusste, woher ich einen nehmen sollte.

Problem eins war es dann auch, einen Filmpicker zu finden. Sämtliche Fachläden, die mir einfielen, hatten soetwas nicht. Auf eBay – in Hong Kong – bin ich dann fündig geworden, für 2,50€ inklusive Versand.
Eine Woche später lag es dann auch in meinem Briefkasten: Ein eigenartiges, graues, Flaschenöffnerähnliches Plastikteil mit drei Plastikzungen und zwei Schiebern. Also YouTube bemüht, “wie benutzt man einen Filmpicker?” Drei Videos auf japanisch und spanisch später war ich jedenfalls irgendwie schlauer und machte mich auch gleich ans Werk. Zungen in Filmpatrone würgen, Schieber schieben, Knopf drücken, Pin eingeben, Schütteln, Voodoospruch aufsagen und rückwärts um den Tisch tanzen. So die Theorie.

Problem zwei war dann, dass keine zwei Minuten nach Beginn der Operation mein auf eBay erstandenen Hochpräzisionsgerät die Grätsche gemacht hat – Plastikzunge gerissen, Schieber schob gar nichts mehr, Gerät defekt.

Aber man is ja nich aus Zucker. Ich habe dann den Abend damit verbracht, meinen 2,50€-Plastik-Filmpicker aus Hong Kong auseinanderzunehmen und mittels Plastikstreifen, Tesafilm und Sekundenkleber wieder neu zusammenzusetzen. Das Resultat erinnert zwar ein wenig an Frankensteins Monster und war gleich mal das dreifache des Einkaufspreises wert, aber, und das war dann ja wenigstens die Mühe wert, nach zwei weiteren, fehlgeschlagenen Versuchen hatte ich den Filmanfang zurück.

Auf in die zweite Runde. Wäre doch gelacht.

29. Dez
Die

Pops im Rückspiegel.

29. Dez
Die

Vorgestern habe ich auf eBay eine Pouva Start – die erste Kamera meiner Mutter – und eine AGFA Clack – die erste Kamera meines Vaters – zum Spottpreis erstanden und hoffe nun, dass beide noch einigermaßen betriebsfähig und/oder in einem reparaturfähigen Zustand sind. Ich bin noch auf der Jagd nach einer 1959er Beirette (eine Kamera, auf die mein Vater schwört; Beim Betrachten der Bilder der Kamera bekam er glänzende Augen) aber das Spielchen erweist sich als etwas schwieriger, denn ihre Nachfolgemodelle überschwemmen den Markt. Ich habe exakt eine Quelle gefunden und hoffe nun, den Zuschlag zu kriegen.

Im Zuge der Unterhaltungen mit Pops über die “gute, alte Zeit” hat er mir außerdem ein paar alte Fotos überreicht. Einige, die er seinerzeit mit der Clack gemacht hat, einige der Hochzeitsbilder und eine Handvoll leicht vergilbter, schwarz-weißer Kontaktabzüge aus meiner Kindheit.

Letztens habe ich noch bestritten, dass ich zum Kamerasammler werde – Ich glaube, so langsam gehen mir die Ausreden aus.